Begegnungsmarkt Oberland

Eine starke Entwicklung

Seit September 2016 laufen die Fachqualifitierungen im BIWAQ - Projekt „Begegnungsmarkt Oberland“.
Ziel war es, langzeitarbeitslose Menschen auf den regionalen Arbeitsmarkt vorzubereiten und 8 Teilnehmende außerhalb des geplanten „Begegnungsmarktes“ in Beschäftigung zu vermitteln.

Dabei wurden in den ersten drei Bildungsdurchgängen die Fachmodule „Alltagsbegleitung/Zusätzliche Betreuungskraft", „Haus- und Grünflächenunterhalt", „Küche und Cafeteria" und „Handel und Verkauf" unterwiesen. In dem aktuell durchgeführten vierten Bildungsdurchgang werden Schwerpunkte der beruflichen Fachrichtungen „Produktionsabläufe in der Holz-, Kunststoff- und Metallverarbeitung" und „Verackung, Logistik und Versand" durch regionale Bildugsträger unterwiesen.

Im Januar 2018 waren es nur fünf Teilnehmende, denen die Integration in Beschäftigung durch das BIWAQ-Projektteam gelungen ist. Mittlerweile kann das Team auf insgesamt 11 Erfolge zurückblicken! 11 langzeitarbeitslose Menschen, die ohne das BIWAQ - Projekt „Begegnungsmarkt Oberland" – „Qualifizierung im Oberland" vermutlich keine Chance bekommen hätten, haben zusammen mit dem Projektteam den Weg in ein Beschäftigungsverhältnis gefunden.

Das die Netzwerkarbeit zwischen dem BIWAQ -Team und den Unternehmen in der Region der Stadt Ebersbach - Neugersdorf funktioniert, zeigen auch drei weitere Vermittlungen ehemaliger Projektteilnehmender in Arbeit. Das gute informative Zusammenspiel von Arbeitgebern und den Mitarbeitern des Projektes hat dies möglich gemacht.

Mit dem BIWAQ werden Perspektiven geschaffen, das läßt sich sehr deutlich an diesem Projekt erkennen.

Fleißige Hände im Oberland

Im Oberland wurde hart gearbeitet. Die Teilnehmenden des vierten Bildungsdurchganges des BIWAQ-Projektes „Begegnungsmarkt Oberland" hatten sich viel vorgenommen!!

Diesmal waren es weder die Bushaltestellen an der Spreedorfer Straße noch der Mittelpfahl im Wohngebiet Oberland. Gleich drei Projekte wurden zur Umsetzung geplant. Binnen von nur zwei Wochen sollten die Skaterbahn hinter der Kita "Oberlandknirpse" farblich neu gestaltet, die BMX-Strecke befahrbar und der Bolzplatz gereinigt werden.

Um dieses Vorhaben erfolgreich zu realisieren, beratschlagten sich die BIWAQ-Teilnehmenden des Projektes und trugen eigene Ideen zum Materialbedarf, von Zwischenzielen und der Reihenfolge der durchzuführenden Arbeiten zusammen. Schnell wurde klar, dass der Zeitplan sehr eng gestrickt war. So begannen die Arbeiten am 07.06.2018 bei brütender Hitze und Temperatur über 30°C. Ebenso ließ leichter Regen und der Temperatursturz auf 12°C die Arbeiten nicht unterbrechen.

Die teilweise sieben Farbschichten an den Seitenwänden der Skaterrampen wurden per Hand und maschinell entfernt. Alle Wände erhielten eine Grundierung und wurden farblich unterschiedlich bunt gestaltet. Besonders akrobatische Tricks können die Skater jetzt wieder auf der Railstange ausüben. Diese war sehr instabil und wurde von den BIWAQ-Teilnehmenden neu geschweißt und auf dem Boden fest einbetoniert, um ein sicheres Fahren zu gewährleisten.

Frau Krische, die Leiterin des AWO KV Oberlausitz e.V. Kita "Oberlandknirpse", war von den Projekten der Teilnehmenden begeistert und stellte die Stromversorgung für den Einsatz aller elektrisch betriebenen Geräte von vornerein sicher. Das war eine sehr große Unterstützung und Erleichterung bei der termingerechten Durchführung der Arbeiten. Durch die laufende kindgerechte Neugestaltung des Außenareals der Kita mussten die Erzieherinnen mit den Kindern auf den Bolzplatz ausweichen. Die neugierigen Kinderaugen verfolgten die Arbeitsausführungen der Teilnehmenden mit großem Interesse.

Die angrenzende BMX-Strecke bietet vielen BMX-ern großartige Herausforderungen und Sprungmöglichkeiten. Um die Strecke wieder nutzen zu können musste sie großflächig von Gras und Dornen befreit und teilweise die Fahrstrecken ausgebessert und aufgeschüttert werden.

Alles in allem investierten die Teilnehmenden BIWAQ-Projektes „Begegnungsmarkt Oberland" sehr viel Arbeit in sehr kurzer Zeit in die Aktivflächen. Aber es hat sich gelohnt. Jetzt können die dortigen Anwohner und Interessierte aus anderen Stadtteilen wieder die Flächen nutzen und vielleicht auch sportliche Wettkämpfe zur Umsetzung bringen.

 

…bisher 8 Erfolge im BIWAQ-Projekt

Seit September 2016 werden in dem BIWAQ-Projekt (Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier) „Begegnungsmarkt Oberland" langzeitarbeitslose Menschen aus dem Stadtteil Oberland und umgrenzenden Gemeinden der Stadt Ebersbach-Neugersdorf in verschiedenen Berufszweigen qualifiziert. Die Fachinhalte der Qualifizierungen sind auf den regionalen Arbeitsmarkt ausgerichtet, die Schwerpunkte mit den einheimischen Unternehmen vorab abgestimmt.

Schon im April diesen Jahres konnte Herr Franke (Name geändert), ein Teilnehmer des Projektes, bei der Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses durch das BIWAQ-Team unterstützt werden.

Auch für Herrn Klaus (Name geändert), ein weiterer Teilnehmer des BIWAQ-Projektes, hat sich die Arbeit des Projektteams gelohnt. Angefangen von der Nutzung des projektbedingt geschaffenen Unternehmernetzwerkes, der fachlichen Unterstützung bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen und des Coachings zur Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch bei dem neuen Arbeitgeber, stand ihm das BIWAQ-Team mit Rat und Tat zur Seite. So konnte Herr Klaus seinen neuen Arbeitsplatz schon Mitte Mai übernehmen und sich seinen neuen Aufgaben widmen. Nicht unerwähnt soll dabei die hohe Eigenmotivation von Herrn Klaus zur Aufnahme einer Beschäftigung bleiben.

Insgesamt konnten 8 Teilnehmende des Projektes sich auf diese Art neue berufliche und private Perspektiven schaffen und haben den Ausbruch aus der Arbeitslosigkeit erfolgreich gemeistert. Ohne die Arbeit des BIWAQ-Teams hätte es jedoch diese Erfolge nicht gegeben!

Die in dem Projekt genutzten Synergien zwischen dem Projektteam, den Teilnehmenden und den Arbeitgebern der Region führen dazu, dass alle Beteiligten und Betroffenen einen Nutzen erzielten.

Wir, die Mitarbeiter des BIWAQ-Projektes, wünschen Herrn Franke und Herrn Klaus alles Gute bei der Erfüllung ihre neuen Aufgaben und bedanken uns für die aktive Mitwirkung bei den Bewerbungsprozessen.

Einheimische Unternehmen bekommen Unterstützung

Der 4. Bildungsdurchgang des BIWAQ-Projektes „Begegnungsmarkt Oberland"-„Qualifizierung im Oberland" hat im März 2018 begonnen.

In den ersten Wochen setzten sich die Teilnehmenden unter Anleitung von Fachdozenten regionaler Bildungsträger mit den Grundlagen der jeweiligen Fachgebiete „Produktionsabläufe in der Holz-, Kunststoff- und Metallverarbeitung" und „Verpackung, Logistik und Versand" auseinander und sicherten sich Basiswissen für die anstehenden Praktika in einheimischen Betrieben.

Mit Unterstützung des BIWAQ-Teams, aber auch unter Einbezug der eigenen Wünsche und Vorstellungen konnten für die Projektteilnehmenden mehrwöchige Praktika-Stellen akquiriert werden.

Kooperierende Firmen der Region sind beispielsweise newotec GmbH, HKM Kunststoffverarbeitung GmbH, FWH Federnfabrik Wilhelm Hesse GmbH, OKA Büromöbel GmbH & Co. KG. Aber auch kleinere Firmen bekamen Unterstützung, so zum Beispiel Bauservice Wünsche und Service Haus & Garten Heinke. In diesen Praktika konnten die Teilnehmenden die Unternehmen im Tagesgeschäft kennenlernen und ihre Leistungsfähigkeit gegenüber dem Chef und den neuen Kollegen unter Beweis stellen.

Einige Teilnehmenden hatten die Möglichkeit während ihres Einsatzes schon Bruchteile des neu erworbenen Basiswissens aus der Qualifizierung anzuwenden.

Für jeden Teilnehmenden war der Praktika-Einsatz in den verschiedenen Betrieben eine Erfahrungsbereicherung und genutzte Chance, dem Unternehmenschef zu zeigen wer sie sind, was sie leisten können und, dass sie bereit und willig sind, berufliche Perspektiven zu ergreifen und umzusetzen.

Voll im Thema

Die Fachqualifizierungen des 4. Bildungsdurchganges haben begonnen.

Jetzt heißt es für viele Teilnehmende des BIWAQ-Projektes „Begegnungsmarkt Oberland"-„Qualifizierung im Oberland" Stifte spitzen, Zeichnungen erstellen und die Fachinhalte der fachtheoretischen Lerninhalte des qualifizierenden Dozenten folgen. Das ist nicht immer leicht, gerade, wenn das letzte Mal „Die Schulbank drücken" schon länger her ist. Genau da kommt den Teilnehmenden das Lernen in Kleingruppen zu Gute. Hier hilft man sich gegenseitig ohne dabei sein Gesicht zu verlieren.